Wischen statt Tippen – SwiftKey Flow für AndroidPhones

Wischen statt Tippen – SwiftKey Flow für AndroidPhones

Seit geraumer Zeit benutze ich ausschließlich SwiftKey für mein Android-Phone. Das Schreiben geht nicht nur flotter von Hand, auch die Wortvorschläge passen und peinliches AutoCorrect lässt sich abschalten. Zudem lernt die Bude auch recht fix persönlichen Slang. Trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass tippen auf einem Touchscreen auch mit emulierten haptischen Feedback kein anständiges Schreibgefühl aufkommen lässt.

Abhilfe schafft hier eine mit Swype eingeführte Eingabemethode: Im Gegensatz zum Tippen ist das Wischen von Buchstabe zu Buchstabe eindeutig fixer und die eindeutig passendere Eingabemethode für kleine Touchscreens.

Dass sich momentan noch in der Beta-Phase befindende SwiftKey Flow hat sich nun das Prinzip von Swype abgeschaut, setzt aber auf das bisherige funktionale SwiftKey. Sprich: Wortvorschläge, Tastaturgröße und Korrekturverhalten lassen sich prima anpassen. Mit einem dicken Daumen trifft man zwar nie in einem Wisch ganz genau die gewünschten Buchstaben, da die Wortvorschläge von SwiftKey aber ziemlich verlässlich sind, verfasst man Texte schon nach kurzer Übung deutlich schneller, als mit purem Tippen.

>>> SwiftKey Flow



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Manchmal darf man dann doch nicht so wie man will

Seit 2003 habe ich die monatliche Kundenzeitung des zur ECE-Gruppe (mittlerweile Metro-ECE) gehörenden Lausitz-Centers betreut und in der Zeit drei Layoutveränderungen unterworfen. Das Ender der Neunziger entworfene Korsett der ECE-Vorgaben wurde gemeinsam mit dem Center-Management langsam gesprengt und nach und nach eine zeitgemäße Version der Center-Zeitung geschaffen.

Zum Anfang des Jahres sollte es nun das der ECE-Gruppe zugehörige Kornmarkt- Center werden, welches von dem Layout des Geschwister-Centers sehr angetan war. Leider hat es mein Entwurf nicht durch alle Instanzen geschafft und musste sich an oberster Stelle dem in die Jahre gekommenden Styleguide beugen. Schade. Gerade bei Headline und Seitenkopf hatte ich gehofft, die Schriftart der im Logo verwendeten anzupassen.

Einige Sachen wie Grundschrift, typografische Anpassungen und Format konnten immerhin durchgesetzt werden und Management bis Zentrale äußerten sich als sehr zufrieden; und das ist ja das Wichtigste. Die Agentur der ECE-Gruppe verspricht übrigens ein frisches Layoutkonzept zum Ende des Jahres. Ich bin gespannt.

Und nunja. Ich hätte da ein Zeitungs-Layout über…

 

 



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Typographie und Design in der Deutschen Demokratischen Republik

Ich stehe ja total auf das einfach plakative Typo-Design der damaligen DDR und sammle da alles mögliche. Gestern habe ich es nun endlich geschafft, mich in der Bibliothek anzumelden und war da natürlich auch auf der Suche nach Ost-Design-Zeugs. Ernüchternd war es. Ein ganzes Regal plus ein paar Reihen beschäftigten sich mit der DDR-Geschichte: Staatsicherheit, Pioniere, Militär, Romane, Biographien.

Aber kaum ein Buch zeigte etwas aus der Sicht der DDR selbst. Das heißt, repräsentative Bücher aus dem Osten der Zeit zwischen 1949 und 1990, die sich mit Design, Typographie, Mode, Leben und so weiter beschäftigen. Vielleicht habe ich sie übersehen; aber selbst im relativ lichten Design-Regal sprach nur ein Buch retrospektiv über das Design in der DDR. Und das ist ein generelles Problem.

Wie sah nun ein Kochbuch im Osten aus, wie ein Haushaltsratgeber oder streng sozialistische Kost? Die mit handgesetztem oder gemalten Lettern gefertigten Layouts im Osten sind einzigartig und werden so kaum wieder produziert werden können. Schon wenn man sich die mühevoll unterschnittenen Überschriften einzelner Artikel alter Zeitschriften (Fotos) ansieht, weiß man, dass die Setzer in der DDR in der obersten Liga mitspielten. Solche Überschriften findet man im heutigen digitalen und schelllebigen Produktionsprozess wirklich sehr sehr selten.

Sicherlich belegen die 40 Jahre des sozialistischen Staates auf der großen Uhr der Weltgeschichte noch nicht einmal eine Sekundeneinheit. Angesichts dessen aber, dass es unsere Geschichte ist, sollte doch das Leben in der DDR für die nachfolgenden Generationen archiviert bleiben und nicht nur auf verklärte Ost-Retro-Filme und Fotosammlungen beschränkt sein. Ein Tageszeitungsarchiv hilft wenig. Wer durchstöbert schon gern über 10.000 Zeitungen?

Darum finde ich es sehr wichtig, dieses alte DDR-Material zu sammeln. Repräsentatives Material, das zur Wendezeit in hohen Bögen in die bereitgestellten Container flog und mit viel Glück noch auf den Trödelmärkten landet. Das muss nicht unbedingt physisch sein. In diversen Facebook-Gruppen und Tumblr-Blogs wird schon anständig archiviert. Ich reihe mich mit meinem Tumblr-Blog ein und freue mich immer über Hinweise und Mails. Am liebsten natürlich Print-, aber auch Produkt-Design & Co.

Fündig bin ich in der Bücherei letztlich doch noch geworden. In der regionalen Ecke der Leipzier Bibliothek waren sie artig aufgereiht. Die Hefte der «Leipziger Blätter», die mit altwarmem Deutsch wie «obschon» und «künftighin» hantieren und in einem westlich anmutenden Layout daherspazieren, dass dennoch eindeutig ostdeutsch ist. Im Übrigen mit einem schönen Pausenzeichen in den einzelnen Rubriken, wie es im ostdeutschen Buchdruck recht oft verwendet worden ist (auch der Grund, warum ich solch ein Zeichen als Hommage in meinem Logo führe).

Passend dazu:
Lebensmittelpreise der DDR und Jungpionier-Statut auf Scribd



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Billig-Tablet für Mutti: Odys Next

Mit einem Computer ist meine Mom nie so richtig warm geworden. Anschalten und spielen ja. Aber Surfen, Mail und Messaging? Die Vorteile waren zwar erkannt, aber wenn es mal nicht so klappte, blieb die Kiste aus. Bis jetzt. Denn damit die Kommunikation nicht ganz zusammenbricht, habe ich ihr jetzt ein Tablet auf den Tisch gelegt: das Odys Next.

Es war das preiswerteste Tablet, aber nicht das billigste. Und wenn ich mir so den aktuellen Tablet-Test der c’t durchlese, habe ich es recht gut getroffen. Für 120 Glocken kam ein solides handliches Gerät, dass zum Surfen, Mailen, Chatten völlig ausreicht. Die Display-Helligkeit ist ok, ebenso die Auflösung. Eine WLAN-Verbindung steht in Sekunden und gottseidank funktionieren auch Spiele wie Mahjong, Solitaire und Sudoku. Damit kann ich sicher sein, dass das Next regelmäßig genutzt und mit Strom gefüttert wird.

Für den günstigen Preis nimmt man auch einige Nachteile in Kauf: Auf dem Display sitzt eine geklebte Touchfolie inklusive eingeschlossener Luftblasen am Rand, das Akku ist nicht gerade die Wucht und der Amazon-AppStore bockt. Der PlayStore wirft auch oft dubiose Fehlermeldungen raus; immerhin klappt’s mit dem AndroidPit AppCenter reibungslos. Leider ist auch Chrome auf dem Odys Next eine Katastrophe, da ist der mitgelieferte Browser um Längen besser.

Generell sind die vorinstallierten Tools und Widgets recht ordentlich und brauchen kaum Gesellschaft. Neben den erwähnten Spielen habe ich einzig den putzig aufgeräumten Messenger kik installiert, der auf Tablets wie Smartphones gleichermaßen funktioniert. Trotzdem wird er bald durch Hike ersetzt. Das soll mit einem in Kürze erscheinenden Update nämlich auch Tablets ohne SIM unterstützen.

Kann ich das Odys Next Tablet nun empfehlen? Als simple Surf-/Mail-/Messaging-Station, wie sie meine Mom benötigt, reicht das Teil vollkommen aus. Wer mehr (AmazonAppStore, Filme, größere Spiele) oder sein Tablet auch mal mitnehmen will, der sollte für eine höhere Liga noch gut 150 Euro mehr drauflegen.

>> Odys Next bei Amazon Partnerlink
>> Aktuelle Ausgabe der C’t mit Billig-Tablets im Test
>> Kik Messenger
>> Hike Messenger



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Was ist eigentlich eine aktive/integrierte Auszeichnung und eine Spitzmarke?

Eine Hervorhebung innerhalb des Fließtextes wird mit Auszeichnen tituliert. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Varianten:  Während eine aktive Auszeichnung dem Betrachter bereits während des Lesens “von Weitem” ins Auge fällt, bleibt eine integrierte Auszeichnung dezent. Das bedeutet, sie wird erst wahrgenommen, wenn man das Wort erfasst.

Jetzt besitzt im typografischen Bereich nahezu jede Kleinigkeit eine eigene Bezeichnung. Außer die (von mir oft, auch in diesem Blog) eingesetzte Lesehilfe, dass die erste Wortgruppe oder die ersten drei Worte eines Absatzes hervorgehoben sind. Diese Art des Typo-Stils als aktive oder integrierte Auszeichnung zu betiteln wäre ungenau; und «Eine aktive Auszeichnung am Beginn des Absatzes» ist alles andere als kurz. Wie nun aber benennen?

Einen Ausweg bietet der Begriff Spitzmarke, den man guten Gewissens verwenden kann, auch wenn es nicht ganz passt. Die Bezeichnung hat ihren Ursprung in den Redaktionen von Tages- und Wochenzeitungen und benennt eine Art Überschrift, die direkt vor den Fließtext gesetzt wird. Allerdings ohne Punkt und vom Text nur getrennt mit einem Geviert (ein Weißraum, der genauso breit, wie die gewählte Schrift hoch ist). Bei Meldungen wird damit in der Regel der Ort des Geschehens hervorgehoben.



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All unser Lieblingsblog Kraftfuttermischwerk bittet um Spenden wegen Urheberrechtsstreit

Ronny vom Kraftfuttermischwerk-Blog wurde ja vor Kurzem abgemahnt und kurz darauf verklagt. Es geht um Bildinhalte in seinem Blog, deren Rechte wohl erst nach der Veröffentlichung auf seiner (und anderer Seite) gekauft worden sind und deren Ansprüche jetzt geltend gemacht werden. Jetzt kam es zur Klage und das kostet Geld. Geld, dass wir ihm doch gern spenden. Ist ja irgendwie auch unsere Sache…

Alle Hintergründe und so stehen hier



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Beliebteste Artikel des vergangenen Jahres

Beliebteste Artikel des vergangenen Jahres

Ich bin gestern mal über die Statistiken dieses Blogs gestolpert. Vor einem knappen Jahr startete ich ihn mit der Idee, mein Wissen zu Typografie, Layout, Mac, WordPress, Media und Co. weiterzugeben. Das gefällt allem Anschein nach einigen Leuten und man kann schon einen kleinen wachsenden Berg erkennen. Hier die Charts für 2012:

Typo & Layout

1. Leporello & Co. – Layout für Falzprodukte
2. Was ist eigentlich Mengensatz?
3. Warum man viel Geduld in Schriftauswahl und -satz investieren sollte

Mac & Media

1. Mac als UPnP-Server
2. Metadaten und MP3-Cover korrekt in die ID3-Tags integrieren
3. Mac als Media-Center und UPnP-Server mit Plex

WordPress & Web

1. 2 Plugins für Benutzermanagement in WordPress
2. Thumbnails mit WordPress-Bordmitteln ohne timThumb
3. WordPress-Terminliste mit dem Plugin MR Event 



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Was ist der Unterschied zwischen Flattersatz und Rauhsatz?

Blocksatz. Da weiß jeder was gemeint ist: Der Text wird bis zur rechten Satzkante hin ausgetrieben, sodass er bündig abschließt. Damit das funktioniert, sind die Abstände zwischen den einzelnen Wörtern unterschiedlich groß. Das führt gerade bei schmalen Spalten und breit laufenden Schriften zu einem unschönen löchrigen Layout.

Abhilfe schafft der Rauhsatz. Die Wortabstände sind gleich; Wörter, die nicht mehr auf die Zeile passen, hüpfen auf die nächste oder werden gnadenlos getrennt. Am besten lassen sich Parallelen zu einem hanschriftlich verfassten Brief ziehen. Dort wechselt man auch die Zeile, wenn der Blattrand erreicht ist und trennt auf Teufel kommt raus. Das Ergebnis wirkt dadurch grob und unfertig: eben rauh.

Sollte es etwas hübscher werden, hat der Flattersatz seinen Auftritt. Imgrunde läuft er ähnlich dem Rauhsatz, nur mit der Vorgabe, dass Trennungen zu vermeiden sind. Kurze Wörter mit weniger als fünf Lettern werden gar nicht getrennt. Zweibuchstabige Silben vor oder nach der Trennung sind genauso tabu wie einzelne Wörter auf einer Zeile. Dadurch wirken die Absätze sehr locker und bieten sich für mehrzeilige Einleitungen an.

Ich nutze den Rauhsatz innerhalb von Fließtext oder Mengensatz so gut wie nie und ziehe hier immer den Blocksatz vor. Kurzen Passagen, Erklärtexte, Marginalien oder mehrzeilige Einleitungen setze ich dagegen generell in händisch bearbeitetem Flattersatz. Natürlich strikt ohne Trennungen.



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Habe ich überhaupt einen Lieblingsort in Leipzig?

Das fragte ich mich, als mir Adelina von Leipzig-Leben eine Mail rüberwarf, in der sie mir ihre Idee einer Blog-Parade erläuterte. Blogger in Leipzig schreiben über ihren Lieblingsort der Stadt und Preise gibt’s auch. Ich bin eigentlich nicht so der Stöckchen- und Paradenfan, aber hier reizt es mich doch schon, denn ich habe ehrlich gesagt (noch) keinen Lieblingsort in Leipzig.

Wie es mir bei vielen Berlin-Besuchen aufgefallen ist, exisitiert auch in Leipzig eine gewisse Kiez-Treue. Wer hier wohnt, kommt selten aus seinem Viertel raus. Ruckzuck kennt man jeden Ast und erobert sich einen Platz, an dem man sich öfter trifft und der mit der Zeit zum Lieblingsort wird.

Ich wohne seit einem guten halben Jahr hier und befinde mich da eher noch in der Entdeckerphase. Einen Lieblingsplatz werde ich mit Sicherheit so schnell nicht haben. Jeden Monat mindestens zwei neue Restaurants/Kneipen/Clubs besuchen, habe ich mir selbst als Vorhaben auferlegt. Weniger im Versandhandel bestellen und eher mal via Fahrrad durch die Stadt zum Fachgeschäft strampeln. Von Lindenau nach Connewitz und zurück mit einem neuen Mischpult unterm Arm. Das hat nämlich schon was.



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Ein Danke zum Jahreswechsel

Ganze sieben Monate sind vergangen, seit ich meiner Heimat den Rücken kehrte und nach Leipzig gezogen bin. Der Entschluss fiel mir leicht. Zu sehr langweilten mich Trott und Routine, der deprimierende Zerfall und die Verwandlung in eine Kleinstadt mit zu hoher Seniorendichte.

Allerdings wusste ich auch, dass ich Freunde verlieren, zumindest schwer enttäuschen würde. Wieder einer, der die Stadt verlässt; wie ein Verräter würde ich dastehen. Gerade ich, der sich sonst so für die Stadt engagiert hat. Doch was dann kam, verblüffte mich. Wie ein offenes Buch schien ich in den letzten Jahren durch die Stadt gewandelt zu sein. 



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