Mac als Mediacenter und UPnP-Server mit Plex

Mac als Mediacenter und UPnP-Server mit Plex

Ein MacMini eignet sich nicht nur wegen seiner kompakten Maße und geringen Geräuschentwicklung als Wohnzimmer-Medien-Zentrale. Der Stromverbrauch ist zudem lächerlich niedrig und dank genügend Power, spielen auch ältere Modelle locker Full-HD-Material. Neben Apples simplen Front Row, glänzt seit Jahren die Medienzentrale Plex als MustHave der Wohnzimmer-Macs.

Bereits in früheren Versionen begeistert das aus XMBC entwickelte Programm mit zahlreichen Features. Allerdings eher für Bastler und Frickler, denn für optimale Ergbnisse musste innerhalb XML-Dateien gewerkelt und auf korrekte Bezeichnung der Mediadaten geachtet werden.

Spätestens mit Version 0.9 wurde Plex alltagstauglich und macht das Einpflegen der Inhalte über den Browser zu einer simplen Angelegenheit. Die Software gibt es in zwei separaten Teilen: Zum einen ist da der Media-Server, der Filme, Musik und Fotos sortiert und im heimischen Netzwerk verfügbar macht. Zum anderen das Media-Center, die Benutzeroberfläche und der Player für die Medien.



Weiterlesen

Erlebnis Online-Frankierung

Erlebnis Online-Frankierung

Die Weihnachtspräsente warten verpackt in Briefumschlägen auf den Versand. Statt in einer überfüllten Postfiliale nach Porto anzustehen, hatte ich die brillante Idee, es mit einer Online-Frankierung zu versuchen. Bei der Post-Tochter DHL klappt’s ja auch.

Der Online-Shop der Deutschen Post heißt e-filiale und sagt, dass die Internetmarke das richtige für mich sei. Während des Bestellvorganges bestätige ich nahezu jeden Klick mit Ok, darf zum Schluss aber auch das PDF-Format der Internetmarken festlegen. Ideal für meine Klebeetiketten, denke ich und klicke mich nichtsahnend zur Kasse.

Bezahlen darf ich nur mit Giropay. Davon halte ich nicht viel; mein Bankinstitut auch nicht. Also bleibt nur der ominöse Button «Portokasse». Dafür muss ich ein Kundenkonto anlegen. Damit kann ich zwar immer noch nicht direkt zahlen, aber die Kasse immerhin via Paypal oder Lastschrift mit Guthaben füllen.

Die Registrierung funktioniert und das Paypal-Logo ploppt auf: Maximalbetrag 20 Euro. Mein Warenkorb zeigt 60. Ich plane drei mal 20 Euro aufzuladen und ernte schon beim ersten Klick eine Fehlermeldung. 15 Euro? Mäk! 10? Mäk! Ich gebe entnervt auf und suche das Lastschriftverfahren.

Um damit seine Portokasse auffüllen zu dürfen, fordert die Seite nun ein Kundenkonto bei e-filiale. Mittlerweile sind 20 Minuten verstrichen und ich tippe zähneknirschend meine Registrierungsdaten in das Formular. Das meckert bei jedem Quark rum und löscht dabei immer wieder mein Passwortfeld. Irgendwann ist auch hier die Registrierung abgeschlossen. Erleichtert klicke ich auf Zahlungsarten, wähle Lastschrift und wähne mich meinen Marken ein Stück näher. Der gelbe Dinosaurier frisst meine Bankdaten und zaubert aber wiedermals ein Formular aus der Tasche.

Dieses müsse ich nur noch ausdrucken, unterschreiben und bei einer Deutschen Post-Filiale abgeben. In wenigen Tagen könne ich mit Lastschrift zahlen. Jetzt ist er gekommen: der ideale Zeitpunkt, das Browserfenster zu schließen. Nicht ohne Flüche abzulassen, die in Comicbüchern immer mit einem Totenkopf und kleinen Wirbelstürmen gezeichnet werden. Im nächsten Lottoladen spiele ich Rebell und kaufe Briefmarken der LVZ-Post. Die sind günstiger stelle ich fest und schöne Zoo-Bilder sind auch noch drauf…



Weiterlesen

InDesign als Abo in der Adobe Creative Cloud

InDesign als Abo in der Adobe Creative Cloud

Vor einigen Jahren habe ich mal auf InDesign geschielt, da jedoch alle bisherigen Partner auf QuarkXpress setzten, blieb es beim Testen und Einarbeiten in die CS-Demoversionen. Mit der Zeit musste ich aber feststellen, dass ich als Quark-Nutzer eher zu den Ungetümen gehöre. Das liegt weniger an der Qualität der Druckprodukte. Eher am Datenaustausch oder dem Einbinden in bestehende Arbeitsabläufe.

Ein Pitch, an dem ich gemeinsam mit einer Leipziger Agentur teilnehme, gab nun den endgültigen Schubser. Hier war InDesign zwingend auch auf meinem Rechner nötig. Die Stunde der Adobe-Creative-Cloud schlug. Für einen Preis von gut 35 Euro im Monat kann man InDesign C6 abonnieren. Entscheidet man sich für ein Jahresabo, wird es günstiger.

CS6 war bereits als Demo auf meinem Rechner  installiert, blieb nur noch der Kauf, der allerdings eine Kreditkarte voraussetzt. Die ich nicht hatte. MyWireCard war die Rettung. Im Lottoladen hängen die hübsch aufgereiht, Guthaben drauf und fertig war die Kreditkarte-2Go. Nach der Aktivierung im Web-Portal die Bezahldaten an der Adobekasse durchgereicht und artig trudelten diverse Bestätigungsmails in mein Postfach. Aber keine Seriennummer.

Die braucht man nämlich nicht. Jede über die CreativeCloud abonnierte Adobe-Software wird auf dem Rechner mit dem persönlichen Adobe-Konto verknüpft. So weiß das, wie lange man damit spielen darf. Danach ließ sich InDesign auch ohne aktive Verbindung zum Internet starten und nutzen. Das Häkchen bei «Abo automatisch verlängern» habe ich trotzdem erstmal weggeklickt. Denn eigentlich schiele ich ja auf das gesamte Adobe-Abo-Paket.



Weiterlesen

Instant Messagin’ aus Indien: Hike!

Instant Messagin’ aus Indien: Hike!

Montag ging nun endlich Hike (get.hike.in) an den Start. Der laut Macher (ein indisches Startup) weitaus transparentere und auch wieder völlig löschbare Pendant zu WhatsApp präsentiert sich im schnuckeligen Cyan-Weiß. Die Mobile-App (Android, iOS, WindowsPhone) wirkt aufgeräumt, ist durchaus erwachsener und erinnert leicht an die Foursquare-App.

Kontakte anderer Hike-Nutzer aus dem eigenen Telefonbuch erscheinen mit eigenen Avatars in einer Liste. Bei mir immerhin schon einer von 400 Kontakten. Die knuffigen Emoji-Icons tummeln sich natürlich auch bei Hike. Eine eigene Kollektion besitzt die App ebenso. Nutzer in Indien profitieren zudem von einer gewissen Anzahlen an Free-SMS; in Deutschland bleibt nur der normale IM-Dienst.

Der Funktionsumfang unterscheidet Hike kaum von denen anderer IM-Apps. Wegen seiner Datenschutz-Transparenz und aufgeräumte Oberfläche dürfte es aber recht heftig am WhatsApp-Thron sägen (sofern die Textübertragung der Nachrichten irgendwann verschlüsselt werden sollte). Da ich WhatsApp nur mit einer Handvoll Freunde nutze, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich alle bequatscht habe und das durch Sicherheitslücken strotzende WhatsApp von meinem Smartphone fliegt. Hoffe ich.



Weiterlesen

Was ist eigentlich Reinzeichnen?

Wieder so ein bärtiger Setzer-Begriff: Reinzeichnen. Hierbei ist natürlich nicht gemeint, dass man irgendetwas irgendwo hineinzeichnet, sondern das rein ist als sauber zu verstehen. Der Begriff hat seinen Ursprung in den Zeiten, wo Computer noch Schränke füllten und mit bunten Lämpchen blinkten.

Werbeagenturen gab es damals jedoch schon und sollte ein Produkt beworben werden,standen zwei mehr oder weniger spartanische Möglichkeiten zur Verfügung: Text oder Text mit Foto. Wer etwas auf sich hielt, warb daher mit handgezeichneten Kampagnen. Gerade auf Vintage-Blechschildern begegnet einem diese Werbe-Art regelmäßig und verdeutlicht das Wort reinzeichnen optisch. Vor jedem Auftrag wurden solche Werbeanzeigen grob vorgezeichnet. Meistens schwarz-weiß und mit ein paar getuschten Farben. Kam für die Kampagne das Ok vom Kunden, konnte der Auftrag an einen Grafiker zum Reinzeichnen rausgegeben werden.

Durch die Arbeit am Rechner hat sich die Produktionsweise nur leicht verändert. Grobe Scribbles existieren weiterhin, das Reinzeichnen erfolgt jedoch meistens am Rechner. Darüber hinaus steht das Wort jedoch verstärkt als Synonym für «druckfertig machen» und bezeichnet damit im heutigen Gestalterdeutsch das Prüfen der Farben, Farbräume, Auflösung und Schriften vor dem Druck.



Weiterlesen

Flattr – Zweiter Versuch

Flattr – Zweiter Versuch

Irgendwann zu Beginn der Mikropayment-Geschichte habe ich mal einen Invite zu Flattr erhalten. Die Idee fand ich toll und den Button in meine beiden zu dem Zeitpunkt einzigen Seiten (ae-pool und Drug Infopool) eingebunden. Das Ergebnis nach sechs Monaten Test war ernüchternd; genauer: gleich null. Trotz hoher Zugriffe.

Geflattrt wurde allem Anschein nach nur bei medienaffinen Blogs. Eigentlich eine logische Konsequenz: Mikropayment wird nunmal größtenteils von dieser Nutzerschar verwendet. Thematisch andere Web-Seiten haben da schlechte Karten. Aber heute fiel mir so auf: Ich habe jetzt ja einen medienaffinen Blog…



Weiterlesen

Was ist eigentlich Knüppelsatz?

Grafik-Designer, Web-Programmierer und Co. haben so ihren eigenen Slang. Der Vorteil: wenn man mal nicht weiß, was gemeint ist, bemüht man Google oder Wikipedia. Im Druck- und alten Setzergewerbe ist das anders. Gerade alte Hasen benutzen Begriffe, denen Mediengestaltern die Schweißperlen in Fragezeichenform über die Stirnfalten rinnen lassen und Google die Grätsche machen lässt.

Knüppelsatz ist einer davon.



Weiterlesen

Smartphone mit iOS oder Android?

Der pragmatische Ansatz und der gesicherte Glaspalast des iPhones gefiel mir schon, als ich es zum ersten Mal in der Hand hielt. Die auf die Hardware perfekt abgestimmte Software mindert Kompatibilitätsprobleme, es wirkte alles aus einem Guss und hatte einen gewissen Wow-Effekt. Allerdings büßte es den Glanz mit der Zeit ein und bietet bis auf das grandiose Siri kaum mehr Vorteile gegenüber Android-Boliden.



Weiterlesen

Warum man viel Geduld in Schriftauswahl und -satz investieren sollte

Warum man viel Geduld in Schriftauswahl und -satz investieren sollte

Ein erschreckender Großteil der Gestalter und Designer besitzt in Bezug auf Typographie kaum anwendungstaugliches Basiswissen. Da erhält man als Folgeauftrag doch schon mal Gedichtbände, Visitenkarten oder Unternehmenslogos, die aus irgendwelchen dem Betriebssystem mitgelieferten Schriftsätzen zusammengezimmert worden sind. Trotz wertiger Druckmaterialien wirken die Produkte billig. Schade drum.

Dabei lohnt bereits die geringe Mühe, Buchstaben- und Wortzwischenräume anzupassen und korrekte Satz- und Sonderzeichen zu verwenden. Auch ohne das Layout zu verändern, erhält man so weitaus angenehmere Ergebnisse. Die fallen im Vergleich sogar dem Kunden auf. Der kann die Änderungen zwar oft nicht spezifisch benennen, bemerkt jedoch das rundere und angenehmere Erscheinungsbild.

Was kann man nun explizit tun?



Weiterlesen

Sind soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ wirklich so wichtig?

Sind soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ wirklich so wichtig?

Bei all der Euphorie um Facebook, Google+ und Co., wird man in Kundengesprächen oft mit der Frage nach dem Sinn solch einer Präsenz in sozialen Netzwerken konfrontiert. Oft ist es nur der Druck von außen, der Firmeninhaber dazu drängt, ihrem Unternehmen auch bei Facebook ein Zuhause zu geben. Was es dem Geschäft bringen soll, erschließt sich ihnen jedoch nicht und so werden in solchen Fällen Projekte in den Social Networks oft nur äußerst widerwillig gestartet oder stiefmütterlich behandelt.

Gerade Menschen, die nicht mit der stetig reifenden Technik aufwuchsen, stehen den rasenden Veränderungen skeptisch gegenüber. Hier gilt es, nicht nur die Vorzüge der sozialen Netzwerke zu erläutern, sondern auch die Technik, die damit zusammenhängt. Facebook, Twitter und Co. wären nichts ohne Smartphones. GooglePlus wäre zu vernachlässigen ohne die Vormachtstellung der Muttersuchmaschine. Erst, wenn hier ein Verständnis gegenüber der Technik und dem digitalen Leben einsetzt, erschließt sich auch der Sinn eines Firmenaccounts bei den Social-Network-Seiten.

Auch die Erwartungen erweisen sich oft als zu hoch.



Weiterlesen