Eine Lanze für Foursquare

EIn Phänomen seit Jahren ist die Gigantonomie des Durchschnittlichen. Das leidliche VHS gewann gegenüber Betamax, Youtube-Krempel thront vor Vimeo und der Instagram-Schatten verdunkelt weitaus deftigere Tools, wie Pixl-O-Matic Bei den Standort-Netzwerken liegt der Ball jedoch noch ungespielt in der Ecke. Zumindest in Deutschland. Ort-markieren via Facebook, das klappt ja noch so leidlich. Dass Foursquare neben dem Suppenteller liegt, sieht der deutsche Nutzer nicht.

Ich frage mich eigentlich warum. Die in den USA unaufhörlich wachsende Socialperle ist ein sorgsam gepflegtes Netzwerk, aufgeräumt und erwachsen. Das Prinzip ist einfach. Ich checke mich dort ein, wo ich mich gerade aufhalte und alle in meiner Freundesliste sehen es und können mich schnell mal treffen, wenn sie in der Nähe sind. Foursquare zeigt auch, wer noch in der Nähe ist und empfiehlt auch andere Ecken. Ok, Qype baut auf ähnliche Funktionen, sieht seinen Fokus aber doch eher in der Bewertung einzelner Locations.

Foursquare ist mit dem neuen Update noch schicker geworden, hat das bessere Android-Widget und es macht Spaß, um Punkte und Majorships wettzueifern. Sofern man Foursquare-Freunde hat. Blöd eben, wenn es keiner nutzt. Also checkt man sich immer noch parallel bei Facebook ein. Und bei Qype. Letztlich kommt man gar nicht mehr dazu, den eigentlichen Grund des Besuchs einer Location zu genießen. Auch wieder doof. Trotzdem. Foursquare fetzt. Basta.