Logitech diNovo Mini unter Mac OS X

Die kleine schwarze Funktastatur kann man zwar nicht als das Optimum in Sachen Ergonomie bezeichnen, ist aber dank ihrer geringen Abmessung ideal zur Bedienung des als Mediaplayer abgestellten Mac Mini im Wohnzimmer. Logitech stellt offiziell keinen Treiber und Support für MacOS X bereit (was man ja bereits am Windows-Layout der Tastatur erkennt). Aber wozu ein Treiber, wenn es auch ohne klappt?

Der mitgelieferte Bluetooth-USB-Empfänger kann getrost in der Packung bleiben. Die Kommunikation mit der Fernbedienung übernimmt die im Mac Mini integrierte Bluetooth-Schnittstelle und beide freunden sich in wenigen Sekunden dauerhaft an. Dazu muss die Tastatur über Bluetooth mit dem Mini gekoppelt werden.

Der dazu nötige Kopplungs-Code (xxxxxx:xx:xxxx) ist unter der Batteriabdeckung neben dem Bluetooth-Symbol zu finden. Dort sollte auch gleich geprüft werden, dass der kleine Schiebeschalter auf PC geschoben ist und nicht aus PS3. Die diNovo Mini funktioniert dann wie eine normale Tastatur und kann sofort genutzt werden. Das Touchpad und auch die auf dem Wippschalter angebrachten Pfeiltasten verrichten ebenso ihren Dienst, wenn auch bei großen Daumen manchmal etwas störrisch.

Je nach verwendetem Mediaplayer allerdings schafft das Faltteil nicht alle Befehle einer normalen Mac-Tastatur. Zudem will die obere Tastenreihe nicht ganz ganz das machen, was die Symbole verheißungsvoll andeuten. Abhilfe schafft das kleine Tool «Controller Mate». Das Programm klinkt sich zwischen Benutzereingabe und dem daraus resultierenden Effekt und kann dadurch Tasten neu belegen. Sogar komplexe Aktionen sind möglich, die eine Menge Touchpad-Gefriemel ersparen. So hat man nach dem korrekten Belegen der Tasten schnell auch mal Scripte erstellt, die das Bedienen des Mediaplayers vom Wohnzimmersofa aus noch bequemer machen.

>>> Controller Mate

Update:
Unter Mac OS 10.6 Snow Leopard kann es durchaus vorkommen, dass Mac OS X die Tastatur erkennt, koppelt und verbindet, aber dennoch bei jedem Verbinden des Gerätes immer wieder den Tastatur-Assistenten öffnet, um die neue unbekannte Tastatur zu identifizieren. Auch wenn man die Prozedur durchläuft und denkt, alles sei in Butter, poppt beim nächsten Verbinden wieder der Tastatur-Assistent auf.

Um den nervtötenden Assistenten loszuwerden, genügt es, ihn umzunennen. Er wird dann nicht mehr gestartet. Diese recht pragmatische Methode ist zugegeben nicht ganz sauber und keine feine Art, aber sie hilft. Dazu muss man sich einfach unter Administrator-Rechten anmelden, das Terminal öffnen und diese Code-Zeilen eingeben:

cd /System/Library/CoreServices
sudo mv KeyboardSetupAssistant.app/ KeyboardSetupAssistant_ausgeschaltet.app

Nach Bestätigung mit der Enter-Taste und Eingabe des Admin-Passworts gehört der leidige Tastatur-Assistent der Vergangenheit an, ist aber unter dem angegeben Pfad trotzdem händisch zu öffnen. falls er mal benötigt werden sollte.