8 zeitlose Gratis-Fonts
Gerade bei kleinen Aufträgen ohne großes Budget sind sie willkommen: Gratis-Fonts. In den Jahren kamen zu den experimentellen Schriften jede Menge Typen hinzu, die nicht nur auf Plakaten, Postern und Flyern, sondern selbst im Mengensatz eine gute Figur machen. Hier mal eine kleine kommentarlose Auswahl meiner Favoriten und paar fix zusammengesteckte Layoutbeispiele dazu.
Name: League Gothic
Schrift-Designer: Micah Rich, Caroline Hadilakosono, Tyler Finck
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Name: Arvo
Schrift-Designer: Anton Koovit
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Name: Open Sans
Schrift-Designer: Steve Matteson
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Name: Lobster
Schrift-Designer: Pablo Impallari
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Name: Source™ Sans Pro
Schrift-Designer: Paul D. Hunt für Adobe
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Name: Sohoma
Schrift-Designer: Humberto Gregorio
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Name: Marvel
Schrift-Designer: Carolina Trebol
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Name: Day Roman
Schrift-Designer: Apostrophe
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Die Welt spricht Comic Sans
Das Gespür für Schrift und deren Wirkung auf den Leser zu verstehen vermag nicht jeder. Vielmehr werden kaum Gedanken darüber verschwendet, wie die Wahl der Schriftart eine Botschaft so transportieren kann, dass bereits die Form der Buchstaben eine unbewusste Erwartung oder Emotion auslöst. So wie man dicke Lettern mit Hinweisschildern verbindet, erwartet man bei einer Kursiven einen Kommentar, ein Zitat oder denkt bei einer Serifenschrift in Versalien (Großbuchstaben) an feierliche Anlässe wie Hochzeiten oder Trauerfeiern. Magere serifenlose Schriften stehen dagegen wieder für Technik oder Fachwissen.
Aber nicht jedem ist das bewusst und so wird für einen Text zumeist der voreingestellte Schriftsatz der Textverarbeitung genutzt, der passt nicht immer, aber bedeutet keinen Beinbruch. Ein Problem wird das Ganze nur, wenn es darum geht, abseits eines Textes etwas zu gestalten. Sei es ein Plakat für ein Vereinstreffen, einen Hinweis für die Kleingartensiedlung oder die Einladung zu der Firmenfeier. Denn das begreift der Ersteller als Chance, seine Kreastivität unter Beweis zu stellen. Er klickt zielsicher eine der meistgehasstesten Schriften im Auswahlmenü an: die Comic Sans.
Dabei ist die gar nicht mal so schlecht. Ich habe sie selbst schon verwendet. Für Comics. Dort wurde sie bereits vor ihrem Siegeszug benutzt. Damals noch unter dem Namen Comic Book. In den Neunzigern portierte sie der Schriftgestalter Vincent Connare für ein Hilfsprogramm unter Windows. Dort wurde sie letztlich nicht eingesetzt und erst später im Movie Maker veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt stand der Comic Sans die Welt offen und hält sich hartnäckig.
In Großbuchstaben gesetzt, oft auch noch gebogen im Rundsatz und als Bonus mit unterschiedlich farbigen Buchstaben will sie Spaß und Party vermitteln. Dafür ist sie wie gemacht, wirkt locker, weich und nicht so starr, wie viele andere Schriften. Es war und ist eigentlich nur der inflationäre Einsatz, welcher der Schrift diesen faden Beigeschmack des Lästigen gegeben hat. Die Comic Sans sticht nicht mehr heraus, sie ist gewöhnlich geworden. Die Mühe, sich einen anderen Augenschmeichler zu suchen, macht sich kaum jemand. Das Plakat muss heute fertig werden, die Schrift nimmt jeder, als muss sie ja gut sein.
Blöd wird es nur, wenn der Typus auf Briefpapier oder seriöse Schreiben gelangt. Denn die spaßige Comic Sans passt einfach nicht zu Geschäftsschreiben, Warnschildern oder Hinweistafeln. Ein Bewerbungsgespräch besucht man ja auch nicht im Faschingskostüm. Persönliche Vorlieben und Geschmäcker sollten ihre Grenzen haben. Und auch wenn die ComicSans sich schreiend für die große Ankündigung der Firmenfeier anbietet, sollte man einfach mal schauen, was noch so für geeignete Schriften im Kasten liegen. Denn mit einer frischen unverbrauchten Schrift sticht die Einladung deutlich mehr aus der Masse heraus.
Kleiner Nachtrag:
Jeder kennt die Worte: «So schlecht, dass es schon wieder gut ist». Auch die Comic Sans bleibt davon nicht verschont und neben den vielen Hater-Seiten finden sich auch Leute, die der Debatte etwas Humor abgewinnen und strikt alles in Comic Sans transferieren.
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Kulturstreicher Broschüre
Für meinen Lieblingskunden durfte ich eine Broschüre erstellen, die dieses Mal ein ganz besonderes Leckerli bot: wenig Text. Keine mit Schrift zugepropfte Handreichung, sondern ein Katalog, der sich die Zeit nimmt, seine Inhalte locker zu präsentieren und Platz zum Austoben bietet. Kufatypisch hielt ich natürlich alles in Rottönen, das war auch schon die einzige Vorgabe.
Als tragendes Element entschied ich mich für einen zerkratzten Basteltisch als halbtransparenten Hintergrund und ein rohes Stück Pappe im Header als Container für die Headline auf den Doppelseiten. Das hat für den Leser etwas Verlockendes, sich selbst in einer der Kulturstätten kreativ auszutoben. Ziel war es nämlich, diesen Wegweiser durch die Kultureinrichtungen der Stadt ansprechend für sowohl junge als auch für ältere Kinder zu gestalten. Die Pagination ist daher schlicht aber mit Struktur. Die Schrift groß und lesbar, garniert mit Freistellern, gezeichneten Icons und der geraden Schreibschrift. Dadurch wirkt alles verspielt kindlich, bleibt dennoch «cool» genug für die Älteren.
Leider waren viele der von den Kulturstreichern geschossenen Fotos qualitativ nicht verwendbar, sodass ich auf Stockfotografie ausweichen musste. Diese wirken freistehend jedoch ergänzend und werten die Optik und den Interessantheitsgrad auf. Zitate, kleine Rätselfragen und die Hervorhebungen in den Texten machen die Sache rund.
Auf der Kufa-Seite gibt es die gesamte Broschüre als PDF zum Download
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Manchmal darf man dann doch nicht so wie man will
Seit 2003 habe ich die monatliche Kundenzeitung des zur ECE-Gruppe (mittlerweile Metro-ECE) gehörenden Lausitz-Centers betreut und in der Zeit drei Layoutveränderungen unterworfen. Das Ender der Neunziger entworfene Korsett der ECE-Vorgaben wurde gemeinsam mit dem Center-Management langsam gesprengt und nach und nach eine zeitgemäße Version der Center-Zeitung geschaffen.
Zum Anfang des Jahres sollte es nun das der ECE-Gruppe zugehörige Kornmarkt- Center werden, welches von dem Layout des Geschwister-Centers sehr angetan war. Leider hat es mein Entwurf nicht durch alle Instanzen geschafft und musste sich an oberster Stelle dem in die Jahre gekommenden Styleguide beugen. Schade. Gerade bei Headline und Seitenkopf hatte ich gehofft, die Schriftart der im Logo verwendeten anzupassen.
Einige Sachen wie Grundschrift, typografische Anpassungen und Format konnten immerhin durchgesetzt werden und Management bis Zentrale äußerten sich als sehr zufrieden; und das ist ja das Wichtigste. Die Agentur der ECE-Gruppe verspricht übrigens ein frisches Layoutkonzept zum Ende des Jahres. Ich bin gespannt.
Und nunja. Ich hätte da ein Zeitungs-Layout über…
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Typographie und Design in der Deutschen Demokratischen Republik
Ich stehe ja total auf das einfach plakative Typo-Design der damaligen DDR und sammle da alles mögliche. Gestern habe ich es nun endlich geschafft, mich in der Bibliothek anzumelden und war da natürlich auch auf der Suche nach Ost-Design-Zeugs. Ernüchternd war es. Ein ganzes Regal plus ein paar Reihen beschäftigten sich mit der DDR-Geschichte: Staatsicherheit, Pioniere, Militär, Romane, Biographien.
Aber kaum ein Buch zeigte etwas aus der Sicht der DDR selbst. Das heißt, repräsentative Bücher aus dem Osten der Zeit zwischen 1949 und 1990, die sich mit Design, Typographie, Mode, Leben und so weiter beschäftigen. Vielleicht habe ich sie übersehen; aber selbst im relativ lichten Design-Regal sprach nur ein Buch retrospektiv über das Design in der DDR. Und das ist ein generelles Problem.

Wie sah nun ein Kochbuch im Osten aus, wie ein Haushaltsratgeber oder streng sozialistische Kost? Die mit handgesetztem oder gemalten Lettern gefertigten Layouts im Osten sind einzigartig und werden so kaum wieder produziert werden können. Schon wenn man sich die mühevoll unterschnittenen Überschriften einzelner Artikel alter Zeitschriften (Fotos) ansieht, weiß man, dass die Setzer in der DDR in der obersten Liga mitspielten. Solche Überschriften findet man im heutigen digitalen und schelllebigen Produktionsprozess wirklich sehr sehr selten.
Sicherlich belegen die 40 Jahre des sozialistischen Staates auf der großen Uhr der Weltgeschichte noch nicht einmal eine Sekundeneinheit. Angesichts dessen aber, dass es unsere Geschichte ist, sollte doch das Leben in der DDR für die nachfolgenden Generationen archiviert bleiben und nicht nur auf verklärte Ost-Retro-Filme und Fotosammlungen beschränkt sein. Ein Tageszeitungsarchiv hilft wenig. Wer durchstöbert schon gern über 10.000 Zeitungen?
Darum finde ich es sehr wichtig, dieses alte DDR-Material zu sammeln. Repräsentatives Material, das zur Wendezeit in hohen Bögen in die bereitgestellten Container flog und mit viel Glück noch auf den Trödelmärkten landet. Das muss nicht unbedingt physisch sein. In diversen Facebook-Gruppen und Tumblr-Blogs wird schon anständig archiviert. Ich reihe mich mit meinem Tumblr-Blog ein und freue mich immer über Hinweise und Mails. Am liebsten natürlich Print-, aber auch Produkt-Design & Co.
Fündig bin ich in der Bücherei letztlich doch noch geworden. In der regionalen Ecke der Leipzier Bibliothek waren sie artig aufgereiht. Die Hefte der «Leipziger Blätter», die mit altwarmem Deutsch wie «obschon» und «künftighin» hantieren und in einem westlich anmutenden Layout daherspazieren, dass dennoch eindeutig ostdeutsch ist. Im Übrigen mit einem schönen Pausenzeichen in den einzelnen Rubriken, wie es im ostdeutschen Buchdruck recht oft verwendet worden ist (auch der Grund, warum ich solch ein Zeichen als Hommage in meinem Logo führe).
Passend dazu:
Lebensmittelpreise der DDR und Jungpionier-Statut auf Scribd
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Was ist eigentlich eine aktive/integrierte Auszeichnung und eine Spitzmarke?
Eine Hervorhebung innerhalb des Fließtextes wird mit Auszeichnen tituliert. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Varianten: Während eine aktive Auszeichnung dem Betrachter bereits während des Lesens “von Weitem” ins Auge fällt, bleibt eine integrierte Auszeichnung dezent. Das bedeutet, sie wird erst wahrgenommen, wenn man das Wort erfasst.
Jetzt besitzt im typografischen Bereich nahezu jede Kleinigkeit eine eigene Bezeichnung. Außer die (von mir oft, auch in diesem Blog) eingesetzte Lesehilfe, dass die erste Wortgruppe oder die ersten drei Worte eines Absatzes hervorgehoben sind. Diese Art des Typo-Stils als aktive oder integrierte Auszeichnung zu betiteln wäre ungenau; und «Eine aktive Auszeichnung am Beginn des Absatzes» ist alles andere als kurz. Wie nun aber benennen?
Einen Ausweg bietet der Begriff Spitzmarke, den man guten Gewissens verwenden kann, auch wenn es nicht ganz passt. Die Bezeichnung hat ihren Ursprung in den Redaktionen von Tages- und Wochenzeitungen und benennt eine Art Überschrift, die direkt vor den Fließtext gesetzt wird. Allerdings ohne Punkt und vom Text nur getrennt mit einem Geviert (ein Weißraum, der genauso breit, wie die gewählte Schrift hoch ist). Bei Meldungen wird damit in der Regel der Ort des Geschehens hervorgehoben.
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Beliebteste Artikel des vergangenen Jahres
Ich bin gestern mal über die Statistiken dieses Blogs gestolpert. Vor einem knappen Jahr startete ich ihn mit der Idee, mein Wissen zu Typografie, Layout, Mac, WordPress, Media und Co. weiterzugeben. Das gefällt allem Anschein nach einigen Leuten und man kann schon einen kleinen wachsenden Berg erkennen. Hier die Charts für 2012:
Typo & Layout
1. Leporello & Co. – Layout für Falzprodukte
2. Was ist eigentlich Mengensatz?
3. Warum man viel Geduld in Schriftauswahl und -satz investieren sollte
Mac & Media
1. Mac als UPnP-Server
2. Metadaten und MP3-Cover korrekt in die ID3-Tags integrieren
3. Mac als Media-Center und UPnP-Server mit Plex
WordPress & Web
1. 2 Plugins für Benutzermanagement in WordPress
2. Thumbnails mit WordPress-Bordmitteln ohne timThumb
3. WordPress-Terminliste mit dem Plugin MR Event
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Was ist der Unterschied zwischen Flattersatz und Rauhsatz?
Blocksatz. Da weiß jeder was gemeint ist: Der Text wird bis zur rechten Satzkante hin ausgetrieben, sodass er bündig abschließt. Damit das funktioniert, sind die Abstände zwischen den einzelnen Wörtern unterschiedlich groß. Das führt gerade bei schmalen Spalten und breit laufenden Schriften zu einem unschönen löchrigen Layout.
Abhilfe schafft der Rauhsatz. Die Wortabstände sind gleich; Wörter, die nicht mehr auf die Zeile passen, hüpfen auf die nächste oder werden gnadenlos getrennt. Am besten lassen sich Parallelen zu einem hanschriftlich verfassten Brief ziehen. Dort wechselt man auch die Zeile, wenn der Blattrand erreicht ist und trennt auf Teufel kommt raus. Das Ergebnis wirkt dadurch grob und unfertig: eben rauh.
Sollte es etwas hübscher werden, hat der Flattersatz seinen Auftritt. Imgrunde läuft er ähnlich dem Rauhsatz, nur mit der Vorgabe, dass Trennungen zu vermeiden sind. Kurze Wörter mit weniger als fünf Lettern werden gar nicht getrennt. Zweibuchstabige Silben vor oder nach der Trennung sind genauso tabu wie einzelne Wörter auf einer Zeile. Dadurch wirken die Absätze sehr locker und bieten sich für mehrzeilige Einleitungen an.
Ich nutze den Rauhsatz innerhalb von Fließtext oder Mengensatz so gut wie nie und ziehe hier immer den Blocksatz vor. Kurzen Passagen, Erklärtexte, Marginalien oder mehrzeilige Einleitungen setze ich dagegen generell in händisch bearbeitetem Flattersatz. Natürlich strikt ohne Trennungen.
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InDesign als Abo in der Adobe Creative Cloud
Vor einigen Jahren habe ich mal auf InDesign geschielt, da jedoch alle bisherigen Partner auf QuarkXpress setzten, blieb es beim Testen und Einarbeiten in die CS-Demoversionen. Mit der Zeit musste ich aber feststellen, dass ich als Quark-Nutzer eher zu den Ungetümen gehöre. Das liegt weniger an der Qualität der Druckprodukte. Eher am Datenaustausch oder dem Einbinden in bestehende Arbeitsabläufe.
Ein Pitch, an dem ich gemeinsam mit einer Leipziger Agentur teilnehme, gab nun den endgültigen Schubser. Hier war InDesign zwingend auch auf meinem Rechner nötig. Die Stunde der Adobe-Creative-Cloud schlug. Für einen Preis von gut 35 Euro im Monat kann man InDesign C6 abonnieren. Entscheidet man sich für ein Jahresabo, wird es günstiger.
CS6 war bereits als Demo auf meinem Rechner installiert, blieb nur noch der Kauf, der allerdings eine Kreditkarte voraussetzt. Die ich nicht hatte. MyWireCard war die Rettung. Im Lottoladen hängen die hübsch aufgereiht, Guthaben drauf und fertig war die Kreditkarte-2Go. Nach der Aktivierung im Web-Portal die Bezahldaten an der Adobekasse durchgereicht und artig trudelten diverse Bestätigungsmails in mein Postfach. Aber keine Seriennummer.
Die braucht man nämlich nicht. Jede über die CreativeCloud abonnierte Adobe-Software wird auf dem Rechner mit dem persönlichen Adobe-Konto verknüpft. So weiß das, wie lange man damit spielen darf. Danach ließ sich InDesign auch ohne aktive Verbindung zum Internet starten und nutzen. Das Häkchen bei «Abo automatisch verlängern» habe ich trotzdem erstmal weggeklickt. Denn eigentlich schiele ich ja auf das gesamte Adobe-Abo-Paket.
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Was ist eigentlich Reinzeichnen?
Wieder so ein bärtiger Setzer-Begriff: Reinzeichnen. Hierbei ist natürlich nicht gemeint, dass man irgendetwas irgendwo hineinzeichnet, sondern das rein ist als sauber zu verstehen. Der Begriff hat seinen Ursprung in den Zeiten, wo Computer noch Schränke füllten und mit bunten Lämpchen blinkten.
Werbeagenturen gab es damals jedoch schon und sollte ein Produkt beworben werden,standen zwei mehr oder weniger spartanische Möglichkeiten zur Verfügung: Text oder Text mit Foto. Wer etwas auf sich hielt, warb daher mit handgezeichneten Kampagnen. Gerade auf Vintage-Blechschildern begegnet einem diese Werbe-Art regelmäßig und verdeutlicht das Wort reinzeichnen optisch. Vor jedem Auftrag wurden solche Werbeanzeigen grob vorgezeichnet. Meistens schwarz-weiß und mit ein paar getuschten Farben. Kam für die Kampagne das Ok vom Kunden, konnte der Auftrag an einen Grafiker zum Reinzeichnen rausgegeben werden.
Durch die Arbeit am Rechner hat sich die Produktionsweise nur leicht verändert. Grobe Scribbles existieren weiterhin, das Reinzeichnen erfolgt jedoch meistens am Rechner. Darüber hinaus steht das Wort jedoch verstärkt als Synonym für «druckfertig machen» und bezeichnet damit im heutigen Gestalterdeutsch das Prüfen der Farben, Farbräume, Auflösung und Schriften vor dem Druck.
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